Bitter/Weber: CITYalias - Medientransfer von Architektur, Stadt und sozialem Raum
Stattler: Kommunikation als Spiegel offenem Denkens und Handelns
Dabernig: Kontemplative Strategien im mediatisierten Raum
Schmutz: Kunst im öffentlichen Raum
Manka: Methoden der Implementierung
Zinganel: Tatort - Architektur, Kunst und Verbrechen
Harather: Zweckästhetik im (bau)künstlerischen Kontext
Stattler: Kommunikation als Spiegel offenen Denkens und Handelns
Dabernig: Kontemplative Strategien im mediatisierten Raum
Manka: Methoden der Implementierung
Harather: Zweckästhetik im (bau)künstlerischen Kontext

M. Zinganel: Spurensicherung in Kunst und Architektur



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Foto: Akte Langenhagen, Installation der Indizien eines Spurensicherungsworkshops im Kunstverein Langenhagen, 2004




Architektur im Widerspruch zwischen kulturellem Leitmedium und künstlerischer Form der Überschreitung.



Ein Seminar zu den Querbeziehungen von Architektur, Kunst und Verbrechen: Zum einen produziert der "Verbrecher" nach Karl Marx nicht nur das "Verbrechen" selbst, sondern alle gegen ihn gerichteten Massnahmen, die Polizei, die Strafjustiz, das Gefängnis, die Entwicklung der Sicherheitstechnik usf. sowie alle Arten der Verbrechenberichterstattung, zu der zuguterletzt eben auch die schönen Künste zählen (z.B. Bildende Kunst, Literatur, Theater, Film, usf.).



Zum anderen stellt die Rezeption des Verbrechens und seiner Aufklärung - wie die Kunst- und Architekturgeschichte - ein semiotisches System dar. Um sich erfolgreich in die Geschichte der jeweiligen Fachdisziplin einzuschreiben, muss öffentlich wirksam klargestellt sein, wer, wann, was, wo und warum getan hat, und inwiefern seine Tat (Werk) eine Überschreitung der vorausgehenden etablierten Taten (Werke) darstellt.



Aufgabenstellungen werden diesbezügliche Fallanalysen, theoretische Konzepte und Realisierungen von Überschreitungsversuchen zwischen Architektur, Kunst und Verbrechen sein.



Ziele:



Vertiefung des Verständnisses für die Mechanismen des Kunst- und Architekturbetriebes über den Umweg der Analyse eines anderen gesellschaftlichen Subsystems: des Verbrechens. Gleichzeitig eine Untersuchung der Rolle des Architekten in der Moderne und Spätmoderne: ist er womöglich der Komplize des Verbrechers oder der Komplize des Polizisten?



Voraussetzungen:



Durchschnittliches Mainstream-Know-How über aktuellere Kunst- und Architekturentwicklungen sowie deren Betriebssysteme sowie ein aufrechtes Interesse für jegliche Abweichungen davon - und den nötigen Einsatz, diese zu erforschen



Methoden und Leistungsnachweis:



Medial unterstütze Einführungsvorlesungen mit Beispielen aus Architektur, Kunst und Medien durch den Lehrbeauftragten. Selbstständige Recherchen der Studierenden zum Thema, Austausch dieser Recherchen im Seminar und Überführung der Recherchen in abweichende und daher öffentlichkeitswirksame Präsentationsformen...




Literaturempfehlungen:




Zusätzliche Infomationen:



Via internet: www.realcrime.at
In Buchform: Michael Zinganel (Hg.): High Crime: Kunst, Gesellschaft und Verbrechen, edition selene, Wien 1999
Michael Zinganel: Real Crime - Architektur, Stadt und Verbrechen, edition selene, Wien 2003



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